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FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG Feuilleton DIENSTAG, 7. JANUAR 2014 • NR. 5 • SEITE 27 Der Weltgeist, der aus der Gegenkultur kam NEW YORK, Anfang Januar der Besetzung den Noch-nicht-Nobel- ums Geld und Geldgeschäft. Die Sechzi- man will nicht Revolution machen. Aber: as Internet gab es noch nicht, Sei aufregend, anregend, überzeugend: Das for- preisträger Kahneman und den Physiker ger schäumen wild auf, und Brockman -Die Ideen dahinter haben mich interes- D aber darüber geredet haben sie doch.In New York war es. vor ei- nem halben Jahrhundert. .Cage"• erinnert sich John Brockman, dert John Brockman von sich und anderen. Der wohl wichtigste Buchagent der Welt versammelt Freeman Dyson ebenso umfassen konnte wie die Frauenrechtlerin Betty Frieden, den Sozialrevoluzzer Abbie Hoffman und die Filmstars Ellen Burstyn und Dennis Hopper. Ihnen aufgetragen war, einander kann gar nicht anders, als sich in ihren Kulturstrudel zu stürzen. Auf der Bühne des Living Theatre sieht er, wie es im New Yorker Underground zugeht. Ein Kul- turschock, ein Fanal, eine Einladung zum siert." Cage lehrt ihn, die nichtlineare Struktur der Wirklichkeit auf kyberneti- scher Basis wahrzunehmen. Im Rückblick kommt ihm das „wie ein Bauplan fürs In- ternet" vor. Er schreibt ein Buch mit dem „sprach immer vom Geist, den wir alle tei- len. Das war kein holistischer Quatsch. in seinem Internetsalon „Edge" die Cyber-Elite. die Fragen zu stellen, die sie sich selbst Mitmachen. Aber nicht mit seinem Banjo Titel "Vom verstorbenen John Brock- Das waren tiefgründige kybernetische Ide- stellten. Antworten brauchte es nicht und seiner Gitarre nimmt Brockman an man", um darin seine Erfahrungen und en." Zu hören bekam er sie, wenn John Ein Besuch beim Mann der Dritten Kultur. gleich zu geben. Es sollte vor allem ge- den avantgardistischen Experimenten Erkenntnisse aphoristisch zu bündeln. Cage, der Musikrevolutionär. Zenmeister fragt werden. Für den Ideenaustausch. teil. sondern mit seinem Talent zum Orga- Und dann darf er 1965 in Harvard tat- und Pilzesammler. ihn und ein paar Freun- wie er ihn sich als Abenteuer wünscht nisieren. Heute wäre er wohl Kulturmana- sächlich Bekanntschaft mit dem Computer de wieder mal mit Pilzen bekochte. Ir- und zugleich beschert. hat Brockman im ger zu nennen. machen. Es gibt davon genau ein einziges gendwann schickte Cage ihn mit einem Exemplar, ein Riesending, umwuselt von Buch nach Hause. „Das ist für dich". sagte Männern in weißen Laborkitteln und abge- er zum Abschied. Und redete danach nie sichert hinter einer Glasschranke. gegen mehr mit Brockman. Was der lange nicht die er seine Nase drückt. -Ich habe nach so- begreifen konnte. John, das ist Zen", er- fort verliebt. Es war reine Magie." Brock- klärte ihm schließlich ein Freund. "Du man hat keinerlei Zweifel mehr, dass alles brauchst ihn nicht mehr? miteinander verbunden ist, die Kunst und Norbert Wiener hieß der Autor, „Kyber- die Wissenschaft und die psychedelischen, netik, Regelung und Nachrichtenübertra- sen Stroboskopblitzen durchzuckten Shows, durch deren Klanggewirr ein Mar- gung in Lebewesen und Maschine" das shall McLuhan seine kommunikationstheo- Buch. Seite um Seite kämpfte sich Brock- retischen Botschaften posaunt. man durch den wissenschaftlichen Text, Im Esalen Institute, dein kaliforni- zusammen mit Stewart Brand, seinem schen Bewusstseinslabor am Pazifik, hört Freund. der bald den Whole Earth Cata- er Vorträge von Forschern und genialen log, die Einkaufsfibel und -bibel der um- Spinnern, deren Namen so gut wie nie- weltbewegten Gegenkultur. herausgeben mand an der Ostküste kennt. Ein ungeho- sollte. Physik und Mathematik weiteten bener Schatz. Ein Erweckungserlebnis. sich für die beiden Leser in einen unendli- Daraus entsteht 1973, über diesen und je- chen Raum, der zwischen natürlichen nen Umweg, seine Agentur. Wieder setzt und geistigen Wissenschaften, Bewusst- er sich nur für das ein, was ihn interes- sein und Materie. Suchen und Finden kei- siert. Er kapiert allmählich, dass er eine nen Unterschied mehr machte. Goldader entdeckt hat. Oder, wie er sagt. Wie in solch weitschweifigen Gedan- eine Ölquelle — die nicht aufhört zu spru- kenabenteuernder sechzigerJahre das In- deln. Von Kopf bis Fuß ist Brockman seit- ternet als Idee heraufdämmerte. so zeich- dem auf Dritte Kultur eingestellt. Namen nete sich damals auch schon Edge ab, der berühmter Wissenschaftler, Forscher, Un- Internetsalon, um den heute Brockmans ternehmer und Sponsoren umschwirren Leben kreist. Edge. das ist der Treffpunkt ihn wie Motten das Licht. An seinem für die CybersElite, die erlauchtesten Schreibtisch inNew York klickt er die Ein- Geister, die das Vorfeld der neuesten na- ladung zu einer Party an. für die er mor- tur- und sozialwissenschaftlichen Ent- gen nach San Francisco fliegt. Unter den wicklungen prägen, ob nun digital oder Gastgebern befinden sich Google-Mitbe- gentechnisch, ob psychologisch, kosmolo- gründer Sergey Brin, Facebook-Mitbe- gisch oder neurologisch. Jedenfalls mel- gründer Mark Zuckerberg und Art Levin- den sich bei Brockman nicht nur Digerati son, Vorstandsvorsitzender von Apple aus dem Computeruniversum des Silicon Inc. und der Biotechfirma Genentech. Es Valley zu Wort, sondern genauso häufig darf stark angenommen werden, dass Koryphäen wie die Evolutionsbiologen Brockman derart hochkarätig besetzte Richard Dawkins und Steven Pinker, der Verlustierungen auch genießt. Philosoph Daniel Dennett, der Kosniolo- Noch mehr aber genießt er offensicht- ge Martin Rees,die biologische Anthropo- lich die Zusammenkünfte auf seiner male- login dielen Fisher, der Okonom. Psycho- risch verwinkelten Farm in Connecticut. loge und Nobelpreisträger Daniel Kahne- Jeden Sommer macht er sich das intellek- man, der Quantenphysiker David tuelle Vergnügen, sein neuenglisches Deutsch, der Computerwissenschaftler Idyll für einen Tag oder ein Wochenende Marin Minsky, der Sozialtheoretiker An- in einen Umschlagplatz neuester For- thony Giddens. Vom Apple-Mitbegrün- schungsergebnisse und Ideen zu verwan- der Steve Wozniak bis zum Genoment- deln. Aus Princeton und Yale, aus Har- schlü.sseler Craig Venter reicht seine Gäs- Als John Brockman drei Jahre alt war, kündigte er an: „Ich willnach New York!" Dort zieht er seit Jahrzehnten die Strippen im geistigen Leben. 244444.4 vard und dein MIT, aus dem Silicon Val- teliste. die ihresgleichen auch in der gren- ley und New Yorker Chefetagen lädt er zenlosen Weite des Internets kaum fin- sich Denker und Macher und Klienten den wird. Sogar der Schauspieler Alan Gegensatz zu Edge, durchaus den populär- ding ins Visier nehmen kann. Dazwi- literarischen New York nie eine Chance New York versichert ihm: „Du kannst ein, allesamt Freunde, von denen er erfah- wissenschaftlichen Effekt anpeilen. Uber schen hat sich stilvoll Katinka Matson nie- gesehen. Der imaginierten Welt zog er frei sein." Das lässt er sich nicht zweimal ren will, was auf ihrem Gebiet gerade für Alda und der Schriftsteller lan McEwan sind bei ihm anzutreffen. allem aber glitzert der Begriff der Dritten dergelassen, Mitbegründerin von Edge die empirische Erforschung unseres Kos- sagen. Mit Sam Shepard, noch als Kellner Furore sorgt. Die jüngste Ausgabe dieser Kultur, die wundersame Formel, die und Präsidentin von Brockman Inc., zu- mos vor, im Mikro- und Makroformat. zugange, denkt er sich Bühnenaktionen bukolischen Konferenz unter uralten Zum Anfang jeden Jahres geht eine Fra- Deswegen musste er aufs Geschichtener- aus. Aus der multimedialen Theater- und Brockman beschwört, um die Vormacht dem Mutter von Max und Geschäfts- und Ahornbäumen begann mit einer aktuel- ge an alle Salonniers. Diesmal lautet sie: zählen aber nicht verzichten. Die Bücher Filmszene ist er schnell nicht mehr wegzu- der gern als hart bezeichneten Wissen- Lebenspartnerin von John, die als Toch- lenrourdhorizon des Wirtschaftswissen- „Welche wissenschaftliche Idee ist reif für und die Autoren, die er vermittelt. liefern denken. Bei Nam lune Paik und Robert schaften auch bei der quasiphilosophi- ter eines Literaturagenten das Metier im schaftlers Sendhil Mullainathan, der sich den Ruhestand?" Im _redaktionellen ihm mit ihren oft spektakulären Erfah- Rauschenberg bestellt er Filme. um ein schen Vermessung der Welt und unseres Blut hat und nun nebenbei auch noch mit fragte, ob der überbordende Datenstrom Marschbefehl", den Brockman dazu er- rungsberichten mehr Suspense und Span- Filmfestival auszurichten. das ihm von Je- nicht auch die qualitative Natur der Wis- teilt, enthüllt sich auch der Kern von Platzes in ihr durchzusetzen. Die Kluft, ihren überlebensgroß gescannten Blu- die der Physiker, Politiker und Romanau- menporträts leuchtende Farben in den Bü- nung. als er in jedem Roman zu finden nas Mekas. dem Urvater des amerikani- senschaft zu gefährden droht. Der Sozial- Edge: "Bohrt tiefer als die Nachrichten. meint. Und sein eigenes Leben? Auch das schen Experimentalfilms, anvertraut wissenschaftler Fiery Cushman berichte- Erzählt mir etwas, was ich noch nicht tor C. P. Snow zwischen den zwei Kultu- roalltag bringt. ren der Natur- und Geisteswissenschaften Brockman, Jahrgang 1941, könnte beru- verdichtet sich, wie er es erzählt, zu einer wird. Bis ins Lincoln Center schafft er es te über das Versagen von Algorithmen an- weiß. Ihr schreibt für eure Ko-Edgies, Ansammlung spannender Geschichten, mit seinen Organisationskünsten und gesichts komplexer Aufgaben, der Experi- eine anspruchsvolle Bande, nicht für die beklagte, füllt Brockman geschäftstüchtig higt in den Ruhestand gehen und sich un- die in viele Richtungen ausschweifen und kümmert sich dort um Newcomer wie Bri- mentalphilosoph losulla Knobe übers breite Öffentlichkeit. Schreibt über Ideen, mit den Bestsellern seiner Dritten Kultur. umschränkt Edge. seinem intellektuellen doch immer einer klar markierten, sehr an De Palma und Martin Scorsese, wenn flüchtige Ich, die Psychologin Jurte Gru- Theorien, Denksysteme, Disziplinen, Das Geschäft, sagt er, geht nicht bloß Hobby, widmen. Aber Edge ist für ihn persönlichen Grundlinie folgen. Von An- er nicht Gäste aus Europa, die Federico ber über das Rätsel der positiven Emoti- aber nicht über Personen. Lasst euch was prima. es ging nie besser. Wer es nicht kein Hobby, kein dem Beruf abgetrotzter fang an war er neugierig, erlebnishung- Fellini oder auch Jean-Luc Godard hei- on und seine ersten Lösungen. einfallen, seid aufregend, anregend, über- glauben mag, der statte ihm einen Besuch Zeitvertreib. "Ich habe nie an Geld ge- rig, wissensdurstig. ßen mögen, zum Essen ausführt. Im Ibn- Insgesamt meldeten sich zehn Wissen- zeugend. Erzählt uns eine tolle Geschich- auf der Eifth Avenue ab, wo Brockman, dacht. Ich habe immer nur getan, was Brockmans Lebenserzählung beginnt tergrund schwebt Jackie Kennedy, noch schaftler zu Wort an diesem perfekten te. Erstaunt, erfreut und überrascht uns!" Inc. sich neuerdings in lichtdurchfluteter mich interessierte, und das hat mir immer mit dem Ausruf: -Ich will nach New keine Onassis, durch das Zeittableau. Sommertag, der jetzt, Edge sei Dank, Muss er das alles wirklich ausbuchsta- Schwerelosigkeit ausdehnt. Von demons- auch gegeben. was ich für mein Auskom- York? Er war drei Jahre alt, lag in einem Während der Stern der Beatniks um Al- nicht mehr zu vergehen braucht. Seit No- bieren? Gehören doch nicht wenige der trativer Transparenz die zwei gläsernen men brauchte." Bevor er seinen Salon im Krankenhaus in Boston. schwer erkrankt len Ginsberg und William Burroughs ins vember stellt Brockman die Videos der Autoren zu seinem Klientenstamm, den Eckbüros. das eine für den Firmengrün- Internet eröffnete, hatte er unter glei- an zerebrospinaler Meningitis. und dies Sinken gerät und die Folkszene um Bob Vorträge ins Netz, bis Februar dürfte der er weltweit vermarktet, und sie wissen ge- der, dem das Empire State Building bei chem Titel und mit gleicher gedanklicher sollen seine ersten Worte gewesen sein. Dylan heraufdämmert, schaut Brockman gesamte Tagesablauf vollständig abzuru- nau, was er von ihnen erwartet und sie der Arbeit am papierfreien Schreibtisch Ausrichtung einen Newsletter herausgege- als er aus sechswöchigem Koma erwach- bei Andy Warhol vorbei: nichts für ihn, fen sein. Nur zu ahnen am Computer ist al- von ihm erwarten können. Als ihr Buch- über die Schulter schaut, und das andere ben, dem wiederum der Reality Club vor- te. Mit neunzehn ist er endlich in New das drogendurchtränkte Kollektiv in der lerdings, mit welcher Lust John Brock- agent lässt er sich keine Geschäftsgelegen- für seinen Sohn Max, den frischgebacke- angegangen war. "Trippy stuft", also abge- York, an der Columbia Unhersity, wo er Factory. Er muss sein eigener Herr sein. man die von ihm organisierten Gedanken- heit entgehen. ja. er hat sich den Ruf er- nen C.E.O. des Unternehmens. der durch drehtes Zeug, stand da zur Debatte, wenn ein Wirtschaftsstudium abschließt. Da- Darum klappt es auch nicht mit den ge- spiele verfolgt. „Edge-, sagt sein Erfin- worben, erstaunliche Summen beim Ver- die Riesenfenster die immer wieder atem- in den achtziger Jahren eine New Yorker nach ist er in der Finanzbranche tätig, genkulturellen Yippies, für die ihn Abbie der, "das sind für mich Ideen, das ist für kauf von Titeln herauszuschlagen, die, im beraubende Silhouette des Flatiron Buil- Runde zusammenkam, die in wechseln- trotzdem dreht sich bei ihm nicht alles Hoffman zu rekrutieren gedenkt. Brock- mich Kultur." JORDAN MEJIAS Lottogewinne Die Roman-Verschaltung Weniger Zuschauer Was die Kunststiftung NRW fördert Schlechtes Jahr für Frankreichs Kino Die Kunststiftung NRW hat für das Unser Gehirn leidet mit: Das Lesen fiktiver Geschichten hinterlässt auch Tage nach der Lektüre sichtbare Spuren Es sind die Zahlen, die man in Frank- neue Jahr in einer ersten Tranche För- reich zu Beginn jedes Jahres mit Span- dermittel in Höhe von mehr als sechs Für Stephen King war es angeblich Gol- Nachzulesen in der jüngsten Ausgabe des nung erwartet: Die nationale Kinobi- Millionen Euro zur Verfügung gestellt. dings Roman „Herr der Fliegen", der sich L Journals „Drain Connectivity". lanz ist ein guter Seismograph für die „Wir legen dabei größten Wert auf buchstäblich in seine Hirnwindungen ein- Zuallererst waren da die üblichen Trai- Stimmung im Lande. Die Zeiger stehen Nachwuchsförderung`, sagte der Präsi- geschweißt und sein Leben verändert ha- ningseffekte. Das kennt man. Immer auf Rot, manche Beobachter sprechen dent der Stiftung, Fritz Behrens, in Düs- ben soll. Neurologisch belegt ist das zwar wenn eine bestimmte Aufgabe wiederholt sogar von einem schwarzen Jahr. Die seldorf und führte zwei neue Studien- nicht. Trotzdem kann das jeder leicht wird, ob es ums Jonglieren geht oder ums Zahl der Kinobesucher ist um fünf Pro- programme für Tänzer und Choreogra- nachvollziehen, der selbst prägende Erfah- Lesen, etablieren sich in kürzester Zeit zent auf 195 Millionen gesunken, nach- phen als Beispiele an. Insgesamt gin- rungen aus der Lektüre einer fesselnden neue Nervenverbindungen, insbesondere dem schon 2012 im Vergleich zu 2011 gen 231 Anträgeein. von denen 141 be- Story sammelt. Am amerikanischen Cen- in den für Bewegung und Koordination zu- einen Rückgang gebracht hatte. Grund willigt wurden. Uber eine zweite Mittel- ter for Neuropolicy der Emory University ständigen motorischen Hirnarealen. Prak- ist nicht die Krise. sondern die Tatsa- vergabe für 2014 in Höhe von rund in Atlanta hat man sich jetzt entschlossen. tisch schon am ersten Tag nach der Abend- che. dass einheimische Kassenschlager zwei Millionen Euro soll im Februar den neuronalen Gravuren der Romanlek- lektüre bauten sich auch in der als linker wie „Ziemlich beste Freunde" fehlen. entschieden werden. Der größte Anteil türe ganz grundsätzlich und experimentell Gyrus angularis bekannten Hirnwindung. Nur drei französische Filme haben es in von knapp 4,9 Millionen Euro entfällt nachzugehen. Zwölf junge Frauen und einem der wichtigsten Assoziations- und die Rangliste der dreißig erfolgreichs- auf die Darstellende Kunst. wo 87 Pro- neun Männer hat man drei Wochen lang Sprachzentren. sukzessive neue Nerven- ten geschafft. Das sind auch schlechte jekte in den Sparten Musik, Tanz und jeden Tag im Hirnscanner durchleuchtet. bahnen auf. Das Gleiche im hinteren Teil Voraussetzungen für den Export, der Theater unterstützt werden. Der Visuel- An neun Abenden sollten sie jeweils eine des Schläfenlappens. für das nationale Selbstbewusstsein len Kunst wurden 2,2 Millionen Euro halbe Stunde lang in Robert Harfis „Pom- Was allerdings beim Lesen der packen- und die Filmindustrie von großer Be- den „Pompeji-Fiktion" in den Hirnbildern für 33 Vorhaben zuerkannt, für Stipen- peji" lesen, jeweils am Morgen danach wirklich hervorstach, waren die mit dem deutung ist. Im eigenen Land ist der dien und Auszeichnungen stehen hier wurde ihr Hirn im Kernspintomographen Lesen immer stärker ausgebildeten Ner- Marktanteil 2013 von vierzig (in beiden 420 000 Euro bereit. In der Literatur gescannt. Gesucht wurde nach sichtbaren vennetze in den für Gefühls- und Angst- Vorjahren) auf 33 Prozent gefallen, je- werden 27 Projekte mit insgesamt Veränderungen in der Hirnarchitektur. wahrnehmung zuständigen somatosenso- ner der amerikanischen Filme von 45 280 000 Euro gefördert: hinzu kommen sprich: nach neuen Nervenverbindungen 03 rischen Zentren zu beiden Seiten der auf über sechzig Prozent gestiegen. 285 000 Euro für Eigeninitiativen und zwischen unterschiedlichen Hirnarealen. Großhirnrinde im höchstgelegenen Teil Man hofft, dass diese Kräfteverschie- die Herausgabe von Publikationen: Der Da der neurokulturelle Aufbruch längst unter der Schädeldecke. Sie waren auch bung keinen Langzeit-Trend ankündigt. Band „Stadt Land Fluss" sammelt Ly- eine „neurobiologische Theorie von Er- an Für 2014 werden indes vorerst keine fünf Tage nach der Lektüre noch nachweis- rik der letzten fünfundzwanzig Jahre, zählungen" hervorgebracht und akute, bar. Das ist ein Areal im Übrigen, das auch französischen Blockbuster erwartet. eine Prosa-Anthologie mit Originalbei- wenn auch oft diffuse Hirneffekte empi- ag extrem aktiv wird, wenn Metaphern ver- Umso heftiger wird über das System der trägen von fünfundzwanzig Autoren versteht sich als literarische Erkun- risch schon hinlänglich erfasst sind, war den Emory-Forschern vor allem an neu- S Netzwerk im sen- wendet werden, wenn Sprache also „lebt? Filmförderung diskutiert, das zahlrei- che Flops produziert hat und vom Rech- Die Interpretation der Hirnforscher: Der dung des Landes. Die Kunststiftung en, bleibenden Wirkungen literarischer sorischen Konen: e somatosensorische Kotrex könnte der Sitz nungshof unter die Lupe genommen NRW, deren Mittel aus Ertragsabgaben Kopfarbeit gelegen. Und wie es ist, wenn Mit der Lektüre I einer "Semantik der Verkörperung" sein. wird. Derweil tröstet sich die Branche von West Lotto an das Land stammen. die Hirnforschung mit ihren rechnerge- Stedre von Harris' „Posn- da wenn wir mit den Helden leiden — unser damit, dass der umstrittene Film -Blau 0I feiert im Jahr 2014 ihr fünfundzwanzig- stützten Bildgebungsverfahren in unsere 0 2 4 it it to 12 t t4 18 30 peil" hat sich was cmpathisches Gedächtnis _govisserma- ist eine warme Farbe" eine Million Zu- jähriges Jubiläum. aro. Seelen blickt — fündig wird sie immer. PAY getan im Hirt ßen. JOACHIM MOLLER-JUNG schauer in die Kinos lockte. JA. EFTA R1_02213448 EFTA02725877
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